The Deer (Gavaznha)


Samtag, 29.11.2019, 18:00 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig

Spielfilm, IR 1974, 115 min.
R: Masoud Kimiai
D:
Faramarz Gharibian, Behrouz Vossoughi, Mahbubeh Bayat, Jahangir Forouhar, Parviz Fanizadeh

Angeschossen und von der Polizei gejagt, flüchtet Ghodrat zu seinem früheren Freund Seyed, der – mittlerweile heruntergekommen und heroinsüchtig – mit der Nachtclubtänzerin Fati zusammenlebt. Während sich die beiden Gescheiterten als Opfer gesellschaftlicher Umstände erkennen, rückt ein Polizeikommando näher. Besetzt mit den damaligen Superstars Behrouz Vossoughi und Faramarz Gharibian war Kimiais Drama wegen seiner Anti-Schah-Anspielungen jahrelang nur in einer geschnittenen Fassung zu sehen. „The Deer“ taucht regelmäßig auf den Bestenlisten des iranischen Kinos auf. Der Film lief am 19. August 1978 während des Brandanschlags auf das „Cinema Rex“, als hunderte Zuschauer ums Leben kamen.

Ausschnitt

BIO

Massoud Kimiai (*1941 in Teheran)
Sein Rachedrama „Qaysar“ zeigte 1968 die Arbeiterklasse erstmalig in einer filmisch ansprechenden Form. Mit gerade einmal 27 Jahren wurde Kimiai zum Shootingstar des iranischen Kinos, das er über zwei Jahrzehnte lang prägte. Filme wie „Reza motori“ (1970) und „Dash akol“ (1971) weisen eine dynamische, moderne Kamera auf, bei gleichzeitiger Betonung der traditionellen Werte der unteren Mittelschicht: Ehre, Loyalität, Freundschaft und Rache.

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