Fresh Breath (Tazeh Nafasha)

Sonntag, 1.12.2019, 15:00 Uhr
Filmforum im Museum Ludwig

R: Kianoush Ayyari
Dokumentarfilm, IR 1979, 44 min.

Kianoush Ayyari filmte als junger Mann einen einzigartigen historischen Moment, in dem die alte Ordnung außer Kraft gesetzt ist und die neue noch nicht Fuß gefasst hat. Der Filmschnitt verbindet unterschiedlichste Milieus einer Gesellschaft zwischen Auflösung und Übergang.  Frauen sind noch unverschleiert, verschiedenste Gruppen verteilen Broschüren, Bürger diskutieren die Versprechungen der Regierung, im Theater ruft man: “Entweder Tod oder Freiheit!” Im Park imitiert ein junger Mann den berühmten Sänger Fereydoun Farokhzad, ein anderer parodiert den Schah, Studenten streiten vor der Uni – und nach wie vor vegetieren im armen Süden Teherans Drogenabhängige. Der Film endet mit Bildern der ersten Wahl nach der Revolution.

Im Anschluss Filmgespräch!

Ausschnitt

Bio

Kianoush Ayyari (*1951 in Ahvaz)
Im Südwesten des Iran geboren, begann Ayyari seine filmische Karriere mit 8-mm-Kurzfilmen. 1994 gewann „Abadani-ha“ den Silbernen Leoparden von Locarno. Spielfilme wie „To be or not to be“ (1999) über das Thema Herztransplantation oder „Wake up, Arezoo!“ (2005) über das schreckliche Erdbeben von Bam behandeln zentrale gesellschaftliche Themen in einem direkten, realistischen Stil. „Fresh Breath“ ist der erste von bislang 13 Filmen Ayyaris.

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