The school we went to (Hayate Poshti Madreseye Adl-e-Afagh)

Donnerstag, 28.11.2019, 21.30 Uhr
Filmclub 813

Spielfilm IR 1980 OmU  95 min. digital
Regie: Dariush Mehrjui
Buch: Fereydoon Doustdar. D. Mehrjui
Kamera:
Farrokh Majidi, Mehrdad Fakhimi
Mit:
Ali Nassirian, Ezzatolah Entezami, Amrollah Saberi 

Einige Schüler proben ein Theaterstück, doch der neue Schuldirektor lehnt die Aufführung ab und bestraft den Leiter der Schauspieltruppe, Kaveh. Die von Star-Regisseur Mehrjui inszenierte Rebellion einiger Gymnasiasten gegen die schulische Autorität interpretierten die Behörden als kritische Allegorie auf die Revolution. Der Film wurde verboten – einer der ersten Zensurfälle nach der Revolution. Erst 1999 durfte er unter einem anderen Titel gezeigt werden. Der Film wurde von „Kanoon“ gefördert, dem „Institut für die intellektuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen“, dessen Filmabteilung Abbas Kiarostami einst mitbegründet hatte. „The school we went to“ erscheint als Vorläufer jener mehrdeutigen, international erfolgreichen Kinderfilme der 1980er und 1990er.

Im Anschluss Filmgespräch mit  Robert Safarian (Filmkritiker, Teheran).

Ausschnitt

BIO

Dariush Mehrjui (*1939 in Teheran) kaufte als 12jähriger einen 35mm-Projektor, zwei Filmrollen und kassierte Eintritt. Mit zwanzig zog er in die USA, lernte bei Jean Renoir Film, wandte sich aber recht bald vom Studiosystem ab. Nach einem Abschluss in Philosophie kehrte er in den Iran zurück, wo er zunächst die James Bond Parodie „Diamond 33“ (1966) drehte. „The Cow“(„Gaav“) war sein künstlerischer Durchbruch und Initialzündung der iranischen „Nouvelle Vague“ („Mouje Nou“). Der Rest ist Geschichte: heute zählt Mehrjui zu den produktivsten iranischen Autorenfilmern.

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